Seeds

Bei bestimmten Prostatakrebserkrankungen in frühen Stadien kann eine Brachytherapie mit sogenannten „Seeds“ erfolgen. Dabei handelt es sich um kleine radioaktive Stifte, die unter Narkose in die Prostata eingebracht werden und dort ihre Strahlung dauerhaft abgeben. Diese Seeds verbleiben zeitlebens in der Prostata. Der Patient kann das Krankenhaus bzw. die Praxis nach 2 Tagen verlassen, da die Strahlung für seine Umwelt keine Belastung darstellt. Trotzdem geht vom Körper immer noch eine, wenn auch ganz geringfügige Strahlung aus.

Nach den vorbereitenden Tätigkeiten (Lagerung des Patienten, Anästhesie, Messung der Prostata mittels Ultraschall, Bestimmung der Seeds-Anzahl zur Erreichung der Verschreibungsdosis) werden zunächst die Hohlnadeln eingestochen und mit dem Applikator verbunden. Entsprechend des Behandlungsplanes werden die Seeds appliziert, ohne dass es zu einem Kontakt mit den Seeds kommt. Der Patient wird anschließend für einen Tag in der Station der Urologie betreut. Am Folgetag findet eine Strahlenschutzdosimetrie durch den Physiker statt.