Simulation (Dauer ca. 30 Min.)

Der zweite Therapieplanungstermin ist die Simulation. Bei der Simulation wird geprüft, ob die bisher nur im Computer erzeugten Pläne sich auch praktisch umsetzen lassen. Dabei liegen Sie in der vorgesehenen Bestrahlungsposition auf einem speziellen Röntgengerät (Simulator), das identische geometrische Verhältnisse wie das Bestrahlungsgerät hat. Unter Durchleuchtung wird dann das zu bestrahlende Gebiet eingestellt, und zwar so, dass die umgebenden gesunden Organe bestmöglich geschont werden. In der Regel sind dazu mehrere sogenannte Felder notwendig.

Dabei wird die Strahlung aus unterschiedlichen Richtungen ins Körperinnere gelenkt. Damit diese komplizierten Einstellungen nicht bei jedem Bestrahlungstermin erneut vorgenommen werden müssen, werden die Bestrahlungsfelder dann zum Abschluss der Simulation mit speziellen Farbstiften auf der Haut oder auf der Maske markiert.

Eines ist ganz wichtig: Sie dürfen diese Feldeinzeichnungen nicht abwaschen, bis Ihre Strahlenbehandlung beendet ist. Die gesamte Simulation mit Anzeichnung müsste sonst wiederholt werden.

Alle eingestellten Bestrahlungsfelder werden außerdem als elektronische Bilder abgespeichert. Diese werden 30 Jahre aufbewahrt, damit die Einzelheiten der Strahlentherapie auch später bei Bedarf jederzeit nachvollzogen werden können.

Nach Abschluss der Simulation kann am nächsten Tag oder wenige Tage später mit der ersten Bestrahlung begonnen werden. Sie erhalten gleich nach der Simulation einen entsprechenden Termin dazu.

Bei manchen einfachen Bestrahlungstechniken kann das Bestrahlungsfeld auch direkt anhand einer Röntgenaufnahme festgelegt werden. Dann können wir Ihnen das CT ersparen und die Bestrahlung kann etwas schneller beginnen. In diesem Fall ist eine CT-Planung nicht erforderlich und es gibt nur einen Planungstermin.